Asiens Hochgebirge - kärgste Vegetation - klirrende Kälte - sengende Hitze. Das ist die Umwelt. Absolut klimatisierend, leicht, seidig, kostbar, rar: das Fellkleid der Kaschmirziege. Das ist die Reaktion auf die Umwelt. Mit der Kaschmir-Füllung in einer Zudecke profitieren wir von allen Vorteilen dieses unerreichten Naturproduktes.
Der Begriff Seidenwolle würde sich für dieses Kaschmir-Unterhaar am besten eignen, denn kein anderes Naturmaterial ist so leicht, weich, fein und seidig. Einmal im Jahr, zur Zeit des Haarwechsels, werden diese Ziegen ausgekämmt. Halb domestizierte Kaschmirziegen werden heute in der hinteren Mongolei (einem Kältepol unserer Erde in Herden gehalten, einziger lohnender Zweck ist dabei die Wollgewinnung. Ein erwachsenes Tier liefert etwa 100 bis 150 g der feinen Unterwolle, die unter den Grannen, den gröberen Deckhaaren, wächst und für die Wärme des Tieres sorgt. Beim Auskämmen gewinnt man auch die Grannen, die später in einem besonderen Prozeß von den weichen Unterwollehaaren getrennt werden.
Kaschmir zählt deshalb zu den kostbarsten Naturhaaren, weil es sich durch sehr geringes Gewicht, einen besonderen Seidenglanz und ein enormes Wärmevermögen auszeichnet.
Im Verlauf der Geschichte hat dieses Haar einen ganz besonderen Prestigewert errungen. Für Würdenträger wurden Schals und Umhänge in allerfeinster Webtechnik hergestellt. Die Feinheit wurde geprüft, indem man die großen Gewebeflächen durch einen Fingerring zog.
Kaschmir und Indien waren im Kolonialzeitalter der Krone von Großbritannien tributpflichtig. In dieser Zeit zahlte der Khan von Kaschmir mit Naturalien, mit Pferden und Kaschmirschals. Diese Schals waren das allerfeinste Gewebe, welches man bis dahin kannte. Nur sehr geschickte Kinderhände konnten solche Feinheit im Garn und bei den Geweben erzeugen.
Auch heute sind Pullover und Schals, Tuche für Mäntel, Kleider und Anzüge aus Kaschmir wegen ihres Leichtgewichts und ihrer absolut körperfreundlichen Trageeigenschaften sehr sehr hoch geschätzt, trotz der oft hohen Preise.